Überblick

Optimierung Ihrer Transportkosten und Simulation alternativer Konzepte

Welche Verkehre lagern Sie an Dienstleister aus? Welche Transporte kauft Ihr Versand besser direkt ein? Gibt es Relationen, für die sich eigene Netzwerke lohnen? Belastbare Antworten liefert die Analyse Ihrer Transportkosten. Hierzu gleichen wir die Buchungen Ihrer Versand-IT mit der Finanzbuchhaltung ab. Vielerorts decken wir dabei signifikante Abweichungen auf. Anschließend benchmarken wir die IST-Kosten. Detailliert erkennen Sie die Wirtschaftlichkeit Ihres Vorgehens. Über Simulationen von Alternativen erfahren Sie, wie Sie Ihr Sourcing optimieren können.

Inhalte

Ist-Kosten erheben

Fahrzeug- und relationsbezogen stellen wir alle anfallenden Kosten zusammen. Dabei bereiten wir die Informationen so auf, dass sie sich für Disponenten, Controller und Buchhalter übereinstimmend interpretieren lassen. Alle Verantwortlichen erkennen, inwieweit sie die Ist-Kosten bereits eingepreist haben.

Ist-Kosten bewerten

Sobald wir die tatsächlichen Kosten vollständig erhoben haben, vergleichen wir diese mit unseren Benchmarks. Vor dem Hintergrund der aktuellsten Marktpreise gibt Ihnen das Benchmarking detailliert darüber Auskunft, wie wirtschaftlich Ihr gegenwärtiger Sourcing-Mix ist.

Alternative Transportkonzepte prüfen

Zeigt das Benchmarking einen Handlungsbedarf, rechnen wir alternative Transportkonzepte von den Kosten her durch. Die Simulationen bieten Ihnen belastbare Entscheidungsvorlagen, um Ihre Vergabepraxis kostenoptimal anzupassen.

Konkrete Maßnahmen

Wir verknüpfen die Kostenprüfung mit konkreten Maßnahmen. Lassen sich Transporte anders bündeln oder takten? Welche Relationen sollten Sie u.U. einstellen? Wo lohnen sich Kooperationen mit (anderen) Dienstleistern? Wo können Sie Ihr Netzwerk für Verlader öffnen, die komplementäre Produkte liefern?

Gemeinsame Tariferstellung

Zusätzlich unterstützen wir Sie bei (Neu-)Ausschreibungen und Tarifierungen. Dank unserer Erfahrungen in der Produktivitätsberatung wissen wir, was gut organisierte Anbieter leisten und welche Preise sie dafür verlangen können. Bei der Ausgestaltung der Tarife achten wir daher gleichermaßen auf Kosten und Qualität.

Use Cases

Depotsystem vs. Direktzustellung – Möbelproduzent prüft die Wirtschaftlichkeit seines Verteilkonzepts

Anhaltender Markterfolg birgt durchaus auch Risiken. Nicht zuletzt für die Versandlogistik. So auch bei einem Möbelhersteller vom nördlichen Niederrhein: Mit jedem neuen Großkunden, den das Unternehmen hinzugewann, sank die Auslastung seiner Direktzustellungen. Hätte der Aufbau eines Depotsystems den Trend drehen können? Die Mutter­gesellschaft des Möbelherstellers wollte Klarheit und gab uns den Auftrag, die Wirtschaftlichkeit dieses alternativen Verteilkonzepts zu prüfen.

 

Einsparpotenziale im zweistelligen Prozentbereich
Somit hatte unser Beratungsmandat vier zentrale Punkte:

- Analyse der bestehenden Transportströme und -kosten (Stärken-/Schwächen-Analyse)

- Planung eines nationalen Depotsystems

- Kostenbewertung und Machbarkeitsprüfung der Systemverkehre

- Optimierung der Nahverkehrszustellung

Die wichtigsten Ergebnisse unserer Analysearbeit zuerst: Deutschlandweit war eine 15prozentige Senkung der Logistikkosten erreichbar. Im Nahverkehr lag das Einsparpotenzial sogar bei 28 %.

 

 

Vorgehen und Nutzen in der Detailsicht

Ausgangslage
Zum Zeitpunkt unserer Zusammenarbeit hatte der Möbelproduzent aus­schließlich lokale Logistikdienstleister unter Vertrag. Das Verteilkonzept sah Direkttransporte mit mehreren Zustellungen vor. In der Praxis muss­te jeder LKW durchschnittlich drei bis fünf Endkunden pro Zustellgebiet anfahren. Kundenvereinbarungen, nur an festen Wochentagen aus­zuliefern, sowie Spezialanforderungen seitens der Empfänger machten eine auskömmliche Disposition so gut wie unmöglich. Entsprechend stieg die Zahl der Transporte. Ein vergleichbares Bild zeigte sich im Nahverkehr, der analog zum Fernverkehr rein auf Direkttransporte setzte.
Fazit: Mit zunehmendem Geschäftswachstum stieß das System der Direktzustellung immer mehr an seine wirtschaftlichen Grenzen.

 

Ist-Kostenanalyse
Über eine umfassende Quellen-Senken-Analyse haben wir die Defizite sichtbar gemacht. Zustellregion für Zustellregion. Um die Transport­ströme sinnvoll zu bewerten, haben wir die Ist-Kosten bis auf die Ebene der beförderten Paletten und gefahrenen Kilometer heruntergebrochen. Zuvor lagen lediglich Zahlen zu den Gesamttransportkosten vor. Was völlig fehlte, waren Informationen dazu, wie viele Paletten in welchem Gebiet befördert und wie viele Kilometer dabei gefahren werden. Genau hier setzte unsere Aufschlüsselung der Ist-Kosten an. Für beinahe alle Liefergebiete wurde dabei deutlich, dass die aktuellen Kilometerpreise erheblich über den jeweils marktüblichen Sätzen lagen. Somit konnte der Möbelhersteller nun präzise beurteilen, wie hoch die Auslastungs­probleme je Zustellgebiet tatsächlich waren.

 

Netzwerkplanung
So viel zur Ist-Situation. Im darauf aufbauenden zweiten Teil unseres Beratungsmandats haben wir das nationale Depotsystem räumlich geplant. Als Datengrundlage dienten die Transportströme und -mengen, die wir bereits in der Quellen-Senken-Analyse ermittelt hatten. Vor diesem Hintergrund empfahl sich ein Zuschnitt auf 14 nationale Zustell­gebiete. Um in den Gebieten passende Depotstandorte zu finden, haben wir die jeweilige Verkehrsanbindung und das Angebot an geeigneten Verteilpartnern mit in die Planung aufgenommen. Somit orientierte sich die Standortauswahl nicht nur an Ergebnissen der räumlichen Netzwerk­analyse, sondern gerade auch an der Umsetzbarkeit der konkreten Lösungsvorschläge.

 

Potenzialanalyse
Zusammengenommen ging der Wechsel auf das Depotsystem mit Transportkosten einher, die 15 % unter den damaligen Ist-Kosten lagen. Der wichtigste Nutzenhebel bestand in der höheren Auslastung der Hauptläufe. Für neun der vierzehn Depotgebiete bewegte sich das erreichbare Auslastungsplus im zweistelligen Prozentbereich. Lediglich ein Gebiet wies kein Einsparpotenzial auf, da sich die dort vorhandenen Transportmengen nicht ausreichend bündeln ließen.

Der Möbelproduzent erhielt eine detaillierte Ergebnisdokumentation. Depotstandort für Depotstandort haben wir darin ausgewiesen, wie hoch die Hauptlauf-, die Umschlag- und die Zustellkosten ausfallen würden. Zudem erfuhr der Kunde, wieviel Hauptläufe pro Woche gefahren werden mussten, damit die Rechnung aufgeht. Um mit marktüblichen Preisen zu rechnen, haben wir die aktuellen Tarife bei Speditionen abgefragt, die auf den Transport von ähnlichen Gütern spezialisiert sind. Darüber hinaus stützte sich die Potenzialanalyse auf unsere Bench­marks.

 

Weiteres Einsparpotenzial im Nahverkehr
Zusätzlich zum nationalen Depotsystem haben wir auch ein passendes Verteilkonzept für den Nahverkehr erstellt. Zum Zeitpunkt unserer Beratung hatte der Möbelproduzent seine regionalen Kunden ebenfalls über Direkttransporte beliefert. De facto lief der Nahverkehr damit über dieselben Speditionen und Fahrzeuge wie der Fernverkehr. Hierzu haben wir ein alternatives Konzept entwickelt, das auf spezialisierte Nahverkehrs-Dienstleister mit kleineren Fahrzeugen setzt. Aus räum­licher Sicht empfahl sich die Aufteilung in insgesamt zwei Nahverkehrs­bereiche. Der engere davon liegt in einem Radius von 100 Kilometern um das Versandzentrum und deckt damit das überwiegend ländlich geprägte Umland des Möbelproduzenten ab. Die zweite Zustellregion schließt sich unmittelbar an die erste an und reicht bis zu einer Entfer­nung von 150 Kilometern. Da sie stark urban geprägt ist, sind hier deutlich mehr Zustellstopps möglich. Für beide Gebiete haben wir ein optimiertes Tarifsystem ausgearbeitet und Checklisten mit Prozess­vorgaben für die Disposition erstellt. In Summe war dadurch eine 28prozentige Senkung der Transportkosten erreichbar.

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