Logistik-Benchmark
Hallenauslastung: welcher Wert ist gut?
unser Erfahrungswert, was er wirklich bedeutet – und warum die meisten Hallen ihre Lücke gar nicht kennen.
Kurz gesagt: unser Erfahrungswert für die Auslastung des Hallenpersonals im Stückgutumschlag liegt bei über 90 %. In der Praxis liegt sie oftdeutlich darunter – teils unter 80 % – ohne dass es auffällt, weil sie selten gemessen wird.
Definition
Personalauslastung der Halle = SOLL-Personalbedarf (aus Prozesszeiten und Tagesmengen berechnet) im Verhältnis zu den tatsächlich eingesetzten Mitarbeiterstunden. Nicht zu verwechseln mit der Flächenauslastung – ein hoher Flächen-Füllgrad sagt nichts über die Produktivität des Personals aus.
Richtwert zur Einordnung
| Auslastung Hallenpersonal | Einordnung |
|---|---|
| über 90 % | Erfahrungswert |
| 80 – 90 % | Spürbare Reserve |
| unter 80 % | Deutliches Potenzial – Steuerung fehlt meist |
Der blinde Fleck: Einzelne Prozesse können benchmarkfähig sein, während die Gesamtauslastung trotzdem unter dem Zielwert liegt. Die Lücke entsteht in der Schichtplanung, den Übergangszeiten und der Hallenorganisation – sie wird nur sichtbar, wenn jeder Hallenprozess einzeln gemessen und mit dem Gesamtbild abgeglichen wird.
Warum die Lücke unsichtbar bleibt
Solange ein Betrieb ausschließlich über die monatliche BWA steuert, bleibt die operative Auslastung eine Blackbox. Es fehlt der Zusammenhang zwischen Sendungsvolumen und tatsächlichem Personalbedarf – und damit jede Grundlage, um im Tagesgeschäft gegenzusteuern.
Die Lücke schließen
| Schritt | Wirkung |
|---|---|
| Prozesszeiten erfassen | Liefert den SOLL-Bedarf je Prozess – die Voraussetzung, um Auslastung überhaupt zu messen. |
| Hallengrenzwerte definieren | Maximaler Ein- und Ausgang sowie Leistung je Mitarbeiterstunde machen Schicht und Kapazität planbar. |
| Bedarfsgesteuert planen | Personal nach Tagesvolumen statt starrer Präsenz – hebt die Auslastung Richtung Zielwert. |
Wo steht Ihre Halle?
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Zielwert und Einordnung aus den Prozessanalysen der ROTH Logistikberatung, Stand 2026. Richtwerte; der konkrete Zielwert hängt von Hallentyp und Prozessen ab und wird im Projekt individuell ermittelt.
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